Lichttherapie bei Depressionen: Wie funktioniert sie?

Die dunklen Monate können schwer auf die Stimmung schlagen. Viele Menschen bemerken, dass ihre Energie sinkt, sobald das Tageslicht abnimmt. Lichttherapie wird daher immer häufiger als natürliche Methode genannt, um dieses Muster zu durchbrechen.

Achtung! Der folgende Text ist kein medizinischer Rat. Er basiert auf unserem Wissen, auf Erfahrungen von Anwendern sowie verschiedenen Online‑Quellen.

Inhaltsverzeichnis

Rotlichttherapie bei Depressionen

Was ist eine Depression?

Eine Depression ist mehr als nur Traurigkeit. Sie ist ein anhaltender Zustand der Niedergeschlagenheit, bei dem Energie, Motivation und Freude deutlich abnehmen können. Viele Betroffene erleben zudem Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit oder ein Gefühl der Leere.

Es gibt verschiedene Formen depressiver Beschwerden. Manche hängen mit den Jahreszeiten zusammen, wie eine Winterdepression, andere treten das ganze Jahr über auf. Licht spielt dabei eine größere Rolle, als viele denken: Es beeinflusst unseren Tag‑Nacht‑Rhythmus, unsere Hormonbalance und sogar unsere Stimmung.

Wie wirkt Lichttherapie bei depressiven Beschwerden?

Lichttherapie nutzt helles, UV‑freies weißes Licht, um Prozesse im Gehirn zu unterstützen, die Energie, Wachheit und Stimmung beeinflussen.

  • Regulierung von Melatonin: In dunklen Monaten kann der Körper zu viel Melatonin produzieren, was Müdigkeit und Antriebslosigkeit verstärkt. Helles Morgenlicht hilft, diesen Prozess zu normalisieren.
  • Unterstützung des Tag‑Nacht‑Rhythmus: Das Licht signalisiert dem Gehirn klar, dass es Morgen ist. Dadurch kann sich der Rhythmus stabilisieren und man fühlt sich tagsüber wacher.
  • Einfluss auf Stimmung und Energie: Viele Menschen berichten nach einer Phase der Lichttherapie von weniger Müdigkeit und mehr Antrieb. Licht beeinflusst indirekt Neurotransmitter, die an der Stimmung beteiligt sind.

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Lichttherapie bei Depressionen

Was zeigen Studien?

Die Forschung zur Rotlichttherapie nimmt zu, doch die Ergebnisse sind noch nicht endgültig. Was weiß man bisher?

  • Winterdepression: Studien zeigen, dass helles Morgenlicht den Tag‑Nacht‑Rhythmus unterstützen kann.
  • Nicht‑saisonale depressive Beschwerden: Eine Meta‑Analyse zeigt, dass Lichttherapie bei Erwachsenen mit leichten bis moderaten Beschwerden unterstützend wirken kann.
  • Menschen mit geistiger Behinderung: In der Behindertenhilfe wird Lichttherapie eingesetzt; Pflegekräfte berichten häufig von mehr Wachheit oder besserer Stimmung.
  • Jugendliche: Eine Studie fand bei Jugendlichen mit moderater bis schwerer Depression keinen signifikanten Unterschied zwischen Lichttherapie und Kontrollgruppe.

Wie verwendet man Lichtpanels?

  • Nutze Lichttherapie morgens direkt nach dem Aufstehen.
  • Platziere das Panel in 20–40 cm Abstand.
  • Sitzungen dauern meist 20–30 Minuten.
  • Augen geöffnet halten, aber nicht direkt ins Licht schauen.
  • Kombiniere es mit Routinen wie Frühstücken oder Lesen.
  • Täglich anwenden für 1–3 Wochen für den besten Effekt.
  • Langsam beginnen, wenn helles Licht unangenehm wirkt.

Rotlicht bei Depressionen

Für wen ist sie geeignet, und für wen nicht?

Häufig genutzt von Menschen, die:

  • empfindlich auf wenig Tageslicht reagieren
  • unter einem Wintertief leiden
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen oder einen gestörten Rhythmus haben
  • in den dunklen Monaten depressive Verstimmungen erleben

Situationen, in denen Vorsicht geboten ist

  • bestimmte Augenerkrankungen
  • Medikamente, die Lichtempfindlichkeit erhöhen
  • schwere depressive Beschwerden (immer professionelle Hilfe suchen)

Fazit

Lichttherapie ist eine niedrigschwellige Möglichkeit, den Tag‑Nacht‑Rhythmus zu unterstützen und wird häufig bei winterlicher Niedergeschlagenheit eingesetzt. Studien zeigen, dass sie vor allem bei saisonalen Beschwerden eine Rolle spielen kann, während die Wirkung bei anderen Formen der Depression variieren kann.

Sie ersetzt keine professionelle Behandlung, kann aber eine wertvolle Ergänzung innerhalb eines umfassenderen Ansatzes sein.

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